Sichtlich berührt: Gostner – 1000 Tage
Die TKS-Veranstaltung „Gostner – 1000 Tage“ war eine sehr eindrucksvolle und bewegende Erfahrung. Das Stück basiert auf der Erzählung „1000 Tage im KZ“ von Erwin Gostner und schildert das Schicksal eines Tirolers während der NS-Zeit. Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Gregor Kronthaler, der das Klassenzimmerstück als szenische Lesung alleine gestaltet hat. Mit seinem intensiven Schauspiel gelang es ihm, die Geschichte von Gostner sehr anschaulich und emotional darzustellen. Er zeigte eindrücklich, wie Gostner nach seiner Verhaftung in die Konzentrationslager Dachau, Mauthausen und Gusen deportiert wurde und dort nur noch eine Nummer war. Die Darstellung machte Themen wie politische Gegenwehr, Unmenschlichkeit, Leid, aber auch Hoffnung auf eine sehr persönliche Weise greifbar. Besonders berührend war die Stimmung im Raum: Die Kinder waren ganz still und sichtlich betroffen. Man konnte deutlich spüren, wie sehr sie die Geschichte mitgenommen hat und wie aufmerksam sie der Aufführung gefolgt sind. Insgesamt war die Veranstaltung nicht nur lehrreich, sondern auch emotional sehr bewegend. Sie hat gezeigt, wie wichtig es ist, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen und solche Einzelschicksale nicht zu vergessen.